1821

Die erste Kundin

Es sind wahrlich keine einfachen Zeiten für Dresden. An der Seite Napoleons hatte Sachsen auf das falsche Pferd gesetzt. Nach den Befreiungskriegen verliert das Königreich drei Fünftel seines Territoriums an die Preußen. Sachsen muss jetzt haushalten. Das spürt auch das gemeine Volk. Engagierte Bürger wollen der in der Stadt grassierenden Armut und ihren Folgen entgegenwirken. Selbst seine Majestät der König unterstützt dieses Unterfangen. Auf ein Schreiben vom 17. Dezember 1820 antwortet Friedrich August I prompt bereits am 20. Dezember und erteilte darin seinen Segen. Und so öffnet am Nachmittag des 3. Februar 1821 die „Sparcasse“ in Dresden ihre Pforten. Wilhelmine Hammer betritt das Geschäftslokal am „Seethor“ und geht damit als erste Kundin in die Geschichte der Sparkasse ein.
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1839

Mit Volldampf voraus

An allen Ecken und Ende sprießen Manufakturen wie Pilze in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus dem Boden. Dampfmaschinen treiben über große Transmissionen neuartige Maschinen an. Diese Fabriken wirken wie ein Magnet. Menschen aus dem ganzen Land ziehen nach Dresden. Sie hoffen hier auf Lohn und Brot. Die sächsische Residenzstadt platzt förmlich aus allen Nähten. Der Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft bringt auch einen wachsenden Warenstrom mit sich. Die produzierten Güter sollen schnell von einem Ort zum anderen Ort transportiert werden. Mit der privaten Aktiengesellschaft Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie werden die Pläne zum Bau einer Eisenbahnstrecke zwischen Leipzig und Dresden konkret.
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1905

Im Dienst für andere

Die Bevölkerung in Dresden hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt und die Grenze zur halben Million weit überschritten. In Bad Schandau wird der Personenaufzug eingeweiht. Die Künstlergruppe „Die Brücke“ gründet sich. Im Jahre 1905 beginnt auch der Bau des Neuen Rathauses in Dresden. Am 11. Dezember 1905 erklärt König Friedrich August III. Radeberger Pilsener zum Tafelgetränk seiner sächsischen Majestät. Es entstehen soziale Einrichtungen – oft finanziert mit privaten Geldern großzügiger Menschenfreunde. Um dieses Engagement auf festen Füßen zu stellen, werden auch Gewinne der Sparkasse für das Allgemeinwohl eingesetzt. Seit ihrer Gründung war die Sparkasse weniger ein als klassisches, rein ökonomisch handelndes Institut, sondern verstand sich als Nachfolgerin des Dresdner Wohltätigkeitsvereins „Zu Rath und That“. Zu den großen Finanzierungen gehört auch das Johannstädter Krankenhauses. Hier arbeitet Krankenschwester Maria Feldmann.
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1948

Der schwere Weg des Aufbaus

Bis Herbst 1944 liegt Dresden außerhalb der Reichweite alliierter Flieger. Zehntausende Flüchtlinge aus den östlichen Gebieten kommen in die Stadt. Auch sogenannte Ausgebombte aus dem Westen werden nach Dresden gebracht. Die Menschen hoffen, dass Dresden auch weiterhin von Krieg und Zerstörung verschont bleiben möge. Sie hoffen vergebens. In der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 werden durch Bomberangriffe große Teile der Stadt zerstört. Der Feuersturm vernichtet das historische Zentrum der sächsischen Residenz vollständig. Viele Kulturdenkmäler wie Semperoper, Frauenkirche, Residenzschloss und Zwinger fallen den Bomben zum Opfer. Auch die Johannstadt, Seevorstadt, Friedrichstadt, die östliche Südvorstadt und andere Stadtteile werden schwer beschädigt. Am 8. Mai 1945 kapituliert das Deutsche Reich bedingungslos. Das Nazi-Regime hinterlässt ein zerstörtes Europa. Millionen haben ihr Zuhause verloren. Die Flüchtlinge kämpfen ums Überleben und versuchen in der katastrophalen Lage einen Neubeginn. Eine von Ihnen ist Luise Kleinnagel.
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1973

Ein Bild sagt mehr als ...

Es scheint voranzugehen Anfang der 70er – im Land und in Dresden ganz besonders. Inzwischen ist die erste Generation ohne Kriegserfahrung herangewachsen und hat eigene Familien gegründet. Die bedrückende Stimmung der 60er Jahre ist einem Alltag gewichen, in dem sich Menschen einrichten, so gut es geht. Die Versorgung wird besser; viel Neues entsteht; das Leben wird leichter und unterhaltsamer. Schon 1969 war der Kulturpalast Dresden mit einem grandiosen Festprogramm eröffnet worden. Bereits in den ersten Jahren werden hier viele Künstler von Weltrang vom dankbaren Publikum gefeiert. Seit 1971 findet im Kulti auch das Internationale Dixiland Festival statt. 1973 geht im Kulturpalast die „Brückenmännchen-Revue“ an den Start. Auch in der Industrie tut sich Einiges. 1972 wurden die letzten Betriebe verstaatlicht und damit das schöpferische Potenzial privaten Unternehmertums fast ausgemerzt. Auch in Dresden entstehen große Volkseigene Betriebe und Kombinate, wie robotron und der Kameraproduzent Pentacon Dresden. Hier lernt und arbeitet Torsten Hübner, der auch privat gern fotografiert.
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1995

Unternehmer unternehmen etwas

5 Jahre ist die deutsche Einheit jetzt alt. 5 Jahre, seitdem die DDR der Bundesrepublik beigetreten ist. 5 Jahre, in denen die Menschen sich mit einer atemberaubenden Geschwindigkeit in einer für sie neuen Gesellschaftsordnung orientieren und einrichten mussten. Jetzt, im Jahre 1995 ist vieles schon erreicht: Dresden blüht auf, neue Gebäude entstehen, alte werden saniert. Das Taschenbergpalais wird aufwändig wieder errichtet. Der Ruf aus Dresden findet Gehör. 1994 beginnt der Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Frauenkirche. Aber auch viele Probleme drängen noch nach einer Lösung. Tausende Menschen haben in den letzten Jahren Sachsen Richtung Westen verlassen. Die Arbeitslosigkeit überschreitet die 13 Prozent-Marke. Ganze Industrien sind zusammengebrochen. Die Treuhand und die Wirtschaftsförderung von Stadt und Land ringen um Privatisierungen, Ansiedlungen und Neugründungen von Unternehmen. Engagierte Persönlichkeiten nutzen die Chancen und Möglichkeiten der Marktwirtschaft und werden zu Unternehmern, schaffen Arbeitsplätze und Aufschwung.
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2021

Zukunft wächst aus Ideen

2021. Hier endet unsere Zeitreise mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Hinter uns liegen 200 Jahre. 200 Jahre, die geprägt waren von Veränderungen. Und 200 Jahre, die geprägt waren von Konstanten. 200 Jahre Sparkassengeschichte sind eng verbunden mit 200 Jahren sächsischer und Dresdner Geschichte. Und eng verbunden mit den Lebensgeschichten unzähliger Menschen, die die Sparkasse in den letzten zwei Jahrhunderten begleiteten und von der Sparkasse begleitet wurden.
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